Kurse

TorbogenLebenslanges Lernen ist eine wichtige Voraussetzung für ein gelungenes Leben – privat und beruflich. Dabei lernen wir jeden Tag auf unterschiedliche Weise und in den unterschiedlichsten Situationen. Vieles haben wir schon gelernt, manches davon wird uns gar nicht oder aber erst später bewusst.

An dieser Erkenntnis setzen unsere Kurse an. Ich vertraue darauf, dass die TeilnehmerInnen über Erfahrungen und auch Wissen verfügen. So sind die Kurse auch immer ein Geben und Nehmen.

In unseren Kursen geht es nicht nur darum, Neues zu erfahren sondern das eigene Wissen und Handeln zu reflektieren und in Zusammenhänge zu bringen. Neue Methoden und Konzepte werden kritisch befragt und für uns wichtige Elemente herausgearbeitet. Es gibt wohl immer wieder neue Erkenntnisse in Forschung und Praxis. Bei genauem Hinsehen handelt es sich dabei aber nicht selten um alte Erkenntnisse, die neu verpackt und vermarktet werden.

Ein Professor aus Amerika, bei dem ich vor vielen Jahren in Deutschland einmal ein Methodenseminar besuchen durfte, begann seine Ausführungen immer mit dem Satz in amerikanischem Deutsch: „Jede Theorie macht ihren Beitrag“, keine ist „die“ Theorie. Suchen wir nach diesen Beiträgen!

An zwei Beispielen will ich diesen Ansatz erläutern:

  • Vor einigen Jahren, in der Zeit, als die Betriebswirte die sozialen Einrichtungen entdeckten, wurde für die BewohnerInnen unserer Einrichtungen der Begriff „Kunde“ eingeführt. Mir ist dieser Begriff in diesem Zusammenhang immer fremd geblieben. Er schafft eine kaufmännische Distanz. Wenn die BewohnerInnen Kunden sind, sind wir die Verkäufer! So habe ich mich in meiner Arbeit nie erlebt, und in der Praxis verschwindet der Begriff mehr und mehr. Aber es kann hilfreich sein, nach dem zu suchen, was ursprünglich vielleicht gemeint war: Respekt vor den alten Menschen und ein gutes Angebot. Diese Werte finden sich allerdings auch in anderen Quellen – z.B. im Leben des Jesus von Nazareth.
  • Die Biografiearbeit – die Arbeit mit der Lebensgeschichte eines Menschen – wird in vielen Publikationen und in der Fachliteratur als wesentliches Element besonders im Umgang mit den an Demenz erkrankten Bewohnerinnen und Bewohnern beschrieben. In Ausbildung und Praxis hat das zu vielfältigen Formen der Umsetzung geführt. Mit oft mehrseitigen Fragebögen wird versucht, sich ein Bild zu machen von dem alten Menschen. Dieses Vorgehen halte ich nur für datenrechtlich sehr bedenklich. Es mag helfen, manches über einen Menschen zu wissen um ihn besser zu verstehen. Aber es gibt viel zu bedenken bei der Biografiearbeit. Die gewonnen Erkenntnisse sind subjektiv und fallen auf den Boden unserer eigenen Biografie. Was bedeutet die wissenschaftliche Erkenntnis, dass sich mit jedem Erzählen der eigenen Geschichte diese verändert? Solchen Erkenntnissen und Fragen wollen wir in unseren Kursen nachgehen.
Hier geht es zum aktuellen "Kursprogramm"!


 

Kontakt

Rufen Sie mich an unter
Tel.: 07071 / 25 21 84

oder verwenden Sie das
Kontaktformular.

Sie können mir auch direkt
eine E-Mail schreiben:
leusing@das-alternativ.de

Aktuelles

Kampagne 2010: Wie der Begriff "Pflegeheim" unser Bild vom Altsein/werden nachhaltig beeinflußt! mehr

Nun muss ich selbst mit Einschränkungen leben lernen!
mehr

Ihr Weg zu uns

Bitte geben Sie Ihren Standort ein: